Dienstag, 02.03.2010

Vorratsdatenspeicherung in dieser Form verfassungswidrig

Ein guter Tag für die Bürgerrechte in Deutschland: Das Verfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in seiner jetzigen Form für verfassungswidrig und damit für nichtig erklärt. Sowohl T-Online als auch Vodafone haben bereits erklärt, dass sie ab sofort die Vorratsdatensspeicherung bis auf weiteres einstellen werden, das berichtet heute zumindest heute die ARD.
Ich begrüße das ausdrücklich, da ich die Meinung des Verfassungsgerichts voll und ganz teile.
P.S.: Einen schönen Blogeintrag hat Dirk dazu übrigens geschrieben.

Dienstag, 16.02.2010

Wie wir lernen

Ein super Vortrag eines der besten deutschen Hirnforscher darüber, wie und wann (also unter welchen Bedingungen) wir Menschen lernen.
Fazit: Menschen muss man begeistern, damit sie lernen und Leistung erbringen. Eigentlich eine Binsenweisheit, trotzdem kommt die Begeisterung am täglichen Tun in den meisten Unternehmen viel zu kurz. Und damit auch das Lernen und folglich auch die Leistung....

Dienstag, 02.02.2010

Buchempfehlung: Café Bagdad

Wer sich für die traurige Geschichte des Irak interessiert, für das Leben der Menschen dort, für die Hintergründe der aktuellen Situation, dafür, was da eigentlich schief gelaufen ist und welche Ereignisse dazu führten, dass das Land nun im Terror untergeht, dem sei dieses Buch empfohlen...
Geschrieben von 2 Journalisten, die das Land bestens kennen..... spannend, menschlich, schrecklich, traurig und Wut erzeugend auf eine Nation, die auszog, dem Irak die Demokratie und den Rechtsstaat zu bringen und die beides dabei selber ständig mit Füßen trat. Sehr lesenswert!!!
Passend dazu auch ein Artikel aus dem Zeit-Magazin vom 07.01.2010.

Dienstag, 26.01.2010

Die Nation lacht (oder weint)


Achtung, alle mal ruhig sein, die schwäbische Elite möchte was sagen.
Es wäre urkomisch, wenn's nicht so traurig wäre, dass solche Leute Stellvetreter unseres Landes sind und die Politik maßgeblich mitbestimmen.


Da das Video bereits auf YouTube nicht mehr verfügbar ist, hier zumindest Teile davon bei Clipfish

Mittwoch, 30.12.2009

Wer terrorisiert hier bitte wen?

Gibt es eigentlich noch Menschen, die einen klaren Verstand haben??? Wollen wir uns wirklich mit Nacktscannern durchleuchten lassen, kein Handgepäck mehr mitnehmen, während eines Fluges nicht mehr aufstehen dürfen? Hallo? Ist noch jemand zu Hause???
Ich fasse es nicht, welch unsinnige Diskussionen nach dem vereitelten Attentat nun geführt werden.
Ich fasse zusammen:
1. Bisherige Sicherheitsmaßnahmen nützen nichts, wenn der Typ vorm Handgepäckscanner pennt (auf diese Weise bin ich in Vietmann mit Taschenmesser und 1 Literflasche Wasser im Handgepäck geflogen und habe auf meinem Rückflug von Mauritius 7 Flaschen Rum a 50cl durch die Sicherheitskonkrolle "geschmuggelt": Beides hatte ich dummerweise in meinem Handgepäck vergessen und meine Tasche schon eingecheckt. Anders als erwartet hat es keiner in meinem Handgepäck bemerkt, obwohl es durchleuchtet wurde.)
2. Unser Attentäter hatte seinen Sprengstoff in der Hose versteckt. Ein Verbot von Handgepäck hätte da nichts bewirkt. Auch hätte es nichts genützt, wenn ein Aufstehtverbot im Flugzeug herrscht. Es herrscht auch ein Attentatverbot, wie man sieht halten sich Attentäter aber daran nicht. Wieso sollten sie sich also an ein Aufstehtverbot halten???
3. Ich bezweifle auch, dass ein Nacktscanner wirklich etwas gebracht hätte. Denn wenn das zuständige Personal genauso vor ihm schläft wie es das vor den Gepäckscannern bereits jetzt tut oder sich gar mit der Form von Geschlechtsteilen beschäftigt anstatt nach verdächtigen Gegenständen zu suchen, bezweifle ich, dass sowas den Mehrwert bringt, den wir uns erhoffen, ganz zu schweigen von Aufwand, Kosten, Zeitverlust und den Gesundheitsschäden für Vielflieger, die wir uns dadurch einhandeln.
4. Viell. wäre es sinniger, Hinweise aus der Bevölkerung in Zukunft ernster zu nehmen. Wenn der eigene Vater sich bereits genötigt fühlt, mehrmals die US-Behörden vor seinem Sohn zu warnen, wäre es viell. in Zukunft angebracht, ganz normale Polizeiarbeit zu machen und diesen Hinweisen einmal nachzugehen anstatt die Bevölkerung mit Pseudosicherheitsmaßnahmen zu terrorisieren!
5. Ferner wäre es viell. sinnvoll, wenn man im Duty Free Shop nach der Sicherheitskontrolle keine Rasierklingen und keine anderen Gerätschaften mehr kaufen könnte, aus denen man z.B. eine Bombe bauen kann.

Ohman, ich fasse es manchmal nicht, in was für einer verblödeten Welt wir eigentlich leben!!!

CCC knackt GSM-Standard

Um ehrlich zu sein, wundert es mich etwas, dass das jetzt erst kommt: Der Chaos Computer Club hat den Verschlüsslungsalgorithmus von Mobilfunknetzen, den GSM Standard, geknackt. Immerhin ist GSM schon 20 Jahre alt.
Und was bedeutet das jetzt für die Zukunft?
Kurzfristig: Da man abgehört werden kann, sollte man nichts wirklich vertrauliches (PINS oder Bankkennwörter) am Telefon mehr durchgeben. Habe ich eh nie getan und z.B. Telefonbanking aller Art (der Verschlüssungsalgorithmus von schnurrlosen Telefonen, DECT, wurde ja auch schon geknackt) immer vermieden.
Langfristig: Ich würde mal sagen, wenn die Mobilfunkindustrie klug ist, legt sie nun nach und führt einen neuen, besseren Verschlüsslungsalgorithmus ein. Dann kann sie endlich auch wieder jeden Erdenbürger mit einem neuen Handy ausrüsten.... und zeiht sich quasi am eigenen Schopf aus der Krise.... was besseres als das kann ihr doch gar nicht passieren ;-).

Sonntag, 11.10.2009

Alles außer gewöhnlich - Buchempfehlung

"Provokante Ideen für Manager, Märkte und Mitarbeiter" und ein Buch, was mir in vielen Dingen aus der Seele spricht... insbesondere bei Themen wie Innovation, Fehlerkultur, Benchmarking, Diversity Management und Führung.
Die Frage ist nun: Wie schafft man es, dass auch die eigene Unternehmensführung endlich mal so denkt?

 

Dienstag, 29.09.2009

Achtung, der Herr Außenminister spricht...

... und ist offensichtlich nicht in der Lage, eine Frage auf Englisch zu beantworten. Bleibt zu hoffen, dass gewisse Personalentscheidungen nochmal neu überdacht werden.
Das Wirtschaftsministerium ist ja leider schon besetzt - zu dumm auch, dass Onkel Glos nicht bis zum Schluss durchgehalten hat. Das Finanzministerium wäre noch zu haben.... ist zwar ein unbeliebter Job, aber man kommt meistens drum herum, Fragen auf Englisch beantworten zu müssen.

(via Bette, der ich voll und ganz zustimme: Das kann ja heiter werden, Herr Außenminister!)

Sonntag, 27.09.2009

Gedanken zur Wahl

Eins ist sicher, dies ist die letzte Bundestagswahl, bei der eine Koalition mit den Linken von vorneherein von allen Parteien kategorisch ausgeschlossen wurde.

Donnerstag, 17.09.2009

Rechtsstaat Deutschland?

Ich habe gerade diese Geschichte gelesen, bei der ein Demonstrant bei der Freiheit statt Angst Demo in Berlin in Gefangenschaft geraten ist. Weswegen weis er immer noch nicht, da es scheinbar keiner der Polizisten wusste. Er wurde nur wie ein Schwerverbrecher festgenommen und alle seine Daten erfasst. Zudem musste er mit dieser Ungewissheit bis in den späten Abend in einer Zelle sitzen.
Das frage ich mich doch, in was für einem Land leben wir eigentlich?

Sonntag, 13.09.2009

Bundestagswahl 2009

Es gibt auch noch pfiffige Wahlwerbung:

Mittwoch, 29.07.2009

BMW - In Zukunft wieder Freunde am Fahren?

Ich gebe zu, ich habe im Zuge der Abwrackprämie kurz überlegt, ob ich mein Auto abwracken soll - alt genug wäre es gewesen. Ich habe mich dagegen entschieden, aus verschiedenen Gründen:
  • Ich fand es ökologisch nicht vertretbar ein Auto abzuwracken, was vermutlich noch eine Weile fährt.
  • Ich fand keinen Neuwagen, den ich kaufen wollte, weil alle in der Klasse mindestens so viel wie meiner Verbrauchen, fast alle Modelle sogar mehr.
  • Ich sah es nicht ein, über 20 T€ für ein Auto auszugeben, da kaufe ich mir doch lieber eines, was 5 Jahre alt ist oder weniger als die Häfte kostet, aber dann gibt es keine Abwrackprämie.
Also habe ich meinen alten 316i behalten und fahre ihn noch immer. Als kleiner BMW-Fan muss ich sagen, habe ich im Zuge der Suche nach einem möglichen Neuwagen natürlich auch als erstes bei BMW geschaut. Allerdings war ich dort auch besonders enttäuscht von den neuen Modellen. Nicht nur, dass sie (oh Wunder) deutlich mehr kosten als alle anderen in ihrer Klassen. Auch der Verbrauch ist deutlich höher: 9,10 Liter aufwärts (wenn man einen Benziner kauft), das geht mal gar nicht. Das kleinste Modell hat 125 oder 150 PS, das KLEINSTE wohlgemerkt, das Größte über 300. Ich fahre auch gerne sportlich, aber alles hat seine Grenzen. Schweren Herzens hatte ich daher BMW als mein zukünftiges Auto bereits für mich gestrichen.
Umso mehr begrüße ich nun die angekündigte Trendwende. Wenn dieser Ankündigung nun auch noch Taten, sprich verbrauchsärmere Modelle, folgen, bin ich vielleicht sogar bereit mein Geld wieder für einen BMW auszugeben....

Freitag, 19.06.2009

10 goldene Regeln für gutes Projektmanagement...


... die sich so mancher Chef auch mal merken könnte:

1. Sorge für klare Ziele.

2. Du und dein Projekt sind nicht allein, kenne und manage alle deine Stakeholder.

3. Erfolgreiche Kommunikation ist alles. Erfolgreich ist Kommunikation nicht, wenn alles, was nötig ist, kommuniziert wurde, sondern wenn alles, was kommuniziert wurde auch beim Gegenüber entsprechend angekommen ist.

4. Entwickle und fördere dein Team. Gib ihm einem Rahmen,  Handlungsspielraum und Ergebnisverantwortung. Ein gutes Team ist die halbe Miete.

5. Planung ist nichts einmaliges, sondern ein kontinulierlich wiederkehrender Prozess.

6. Kenne stets deinen kritischen Pfad.

7. Qualität ist, was der Kunde will.

8. Auch Risikomanagement ist ein kontinuierlich wiederkehrender Prozess: Ein Risiko hat immer zwei Maßnahmen, eine zur Vermeidung und eine nach Eintritt.

9. Alles bleibt anders: Gehe davon aus, dass sich etwas ändern wird.

10. Ein Projektmanager ist ein Manager unter erschwerten Bedingungen.

Montag, 09.02.2009

Das Peinliche...

... am Rücktritt von Glos ist ja, dass man jetzt merkt, dass wir auch noch einen Wirtschaftsminister hatten, der aber während der ganzen Krise nie in Erscheinung getreten ist. Viell. hätte er besser noch einige Monate nichts getan, dann wäre es nicht so unangenehm aufgefallen ;-).

Sonntag, 18.01.2009

Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus?

Beim Sozialismus wird erst verstaatlicht, und dann kommt die Krise. Beim Kapitalismus ist es umgekehrt.

Dienstag, 25.03.2008

Blogroll update

Einen toten Link aktualisiert und Renes Musikblog aufgenommen.

Samstag, 15.03.2008

Agiles Projektmanagement

Als IT-Projektleiter kommt man nicht umhin sich mal gehörig Gedanken über Vorgehensmodelle zu machen. Ich bin kein Freund des Wasserfallmodells, insbesondere dann nicht, wenn man sich wie ich in einem Kundenumfeld bewegt, wo sich nahezu täglich die Anforderungen ändern. Da passiert es manchmal, dass das Anforderungsdokument schon veraltet ist, bevor es überhaupt fertig ist. Anzunehmen, man macht einmal eine Requirementanalyse, die anschließend exakt so umgesetzt wird (wie im Wasserfallmodell) halte ich für ziemlich kurzsichtig. Warum immernoch viele Softwarefirmen danach arbeiten und sich anschließend wundern, warum ihre Projekte ständig Zeitpläne oder Budgets überschreiten oder gar ganz scheitern ist mir ziemlich schleierhaft. Eine simple Fehleranalyse müßte eigentlich schon zeigen, dass schlicht das Vorgehen falsch war, aber oftmals ist es wohl popluärer, bei solchen Projekten sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben oder die Unschuldigen zu bestrafen, anstatt offen und sachlich die Ursachen zu diskutieren, um anschließend aus seinen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
Zum Glück arbeiten bei uns die meisten Projekte mittlerweile iterativ, in einigen Fällen läuft das schon sehr gut, in anderen bedeutet es aber leider, man implementiert mehr oder minder auf Zuruf und schlängelt sich irgendwie durch. Das kann es dann ja auch nicht so recht sein.
Daher habe ich begonnen, intensiv nach Methodiken zu suchen, um so ein iteratives Verfahren etwas kontrollierter und steuerbarer aufzusetzen. Als Open Source Freund war ich natürlich schnell bei XP und ähnlichem, was mir aber zu entwicklerlastig ist und zu wenig Managementmethodik bietet (was nicht heißt, dass man das nicht trotzdem machen kann, aber eine Managementtechnik braucht man dann eben zusätzlich noch). Denn schließlich muss man als Projektleiter auch in der Lage sein, langfristige Aussagen über Zeit, Budget und benötigte Ressourcen machen zu können.
Letztlich bin ich auf die ganzen agilen Methoden gestoßen. Egal ob nun Crystal Clear, Scrum, FDD (Feature Driven Development) oder APM (Agiles Projektmanagement) eines haben sie alle gemeinsam, was meiner Meinung nach der Schlüssel ist, um fexibel Kundenanforderungen erfüllen zu können und gleichzeitig nicht völlig runderlos durch die Gegend zu eiern. Das Zauberwort heißt Timeboxing, worunter man kleine und v.a. fixe Zeitfenster versteht, in denen man eine bestimmte Aufgabe (und nur diese) abarbeitet. Idealerweise 1 Monat, maximal aber 6 Wochen. Parallel dazu werden neue Anforderungen aufgenommen und priorisiert, die dann aber erst in der nächsten Iteration umgesetzt werden. Durch kleine Zeitfenster erhält man die nötige Felxibilität auf sich ändernde Anforderungen eingehen zu können und durch fixe Aufgaben innerhalb der Iteration hält man das ganze überschau- und steuerbar. Wenn ich hinter dem Zeitplan hinterher hänge, merke ich das gleich am Ende jeder Iteration und nicht erst (wie beim Wasserfallmodell) am Ende des Projekts. Ich kann zu Anfang eine grobe Planung machen, an der ich mich entlang hangele und verliere so den globalgalaktischen Zeitplan und mein Ziel nicht aus den Augen. Ziel sollte es stets sein, möglichst schnell den implementierten Businessvalue auch an den Kunden zu bringen (siehe FDD), d.h. möglichst kleine Pakete packen und diese schnell bis zur Releasereife entwickeln.
Das alles klingt simpel und nach gesundem Menschenverstand, man fragt sich nur, warum immernoch so viele am Wasserfallmodell (oder ähnlichem) festhalten.
Wir werden es jetzt jedenfalls mal genau so versuchen ;-).

Sonntag, 09.03.2008

Zusammen ist man weniger allein

Ich war mal wieder im Kino und zwar in "Zusammen ist man weniger allein." Wer "Die fabelhafte Welt der Amelie" mochte und dazu noch Fan von Audrey Tautou ist, dem sei dieser Film ans Herz gelegt. Ein wunderschöner Film, der einem mal wieder deutlich macht, dass das Glück meistens nicht sehr weit weg ist.
Gesamturteil: Sehr sehenswert!

Dienstag, 19.02.2008

Musta Jää

Finnischer Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale... neulich gesehen und naja.... sagen wir's mal so: Falls ihr die Alternative habt, an dem Abend eure Wohnung zu putzen, tut es. Alles andere wäre rausgeschmissenes Geld und vergeudete Zeit. Ich habe selten so einen schlechten Film ohne Aussage gesehen, noch dazu mit so absurder und v.a. so unglaublich konstruierter Handlung. Hätte ich nicht in der Mitte eine langen Sitzreihe gesessen, so dass alle hätten aufstehen müssen, wenn ich gegangen wäre, hätte ich das Kino verlassen.
Gesamtnote: Sechs, setzen!